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News für Kaninchenhalter !!!
RHD-2 Impfstoff Eravac
Liebe Kaninchenhalter,
leider ist auch in der Region Berlin/Brandenburg der neue Virusstamm RHD-2 aufgetreten. Diese Mutation des RHD Virus wird hauptsächlich durch Mücken von Kaninchen zu Kaninchen übertragen. Die Immunität durch Impfung gegen RHDV-1 schützt leider nicht vor einer Erkrankung, die meistens tödlich verläuft. Aus diesem Grund bieten wir in unserer Tierklinik ab jetzt eine Vakzine mit dem neu entwickelten Impfstoff gegen das RHDH-2 Virus an. Der Impfstoff der Firma Eravac kann bei Kaninchen ab einem Alter von 30 Tagen geimpft werden. Tiere die jünger als 1 Jahr sind müssen im Abstand von 4 Wochen nachgeimpft werden, um einen ausreichenden Schutz zu erreichen. Bei Kaninchen ab einem Alter von 1 Jahr reicht eine einmalige Impfung aus. Die Immunität besteht ab dem 7.Tag nach der Impfung und hält 6 Monate vor. Es wird momentan eine Pause von 14 Tagen zwischen der Impfung gegen RHDV-2 und der bisherigen Impfung gegen Myxomatose und RHDV1 empfohlen.
Bei Interesse oder Fragen melden Sie sich bitte bei der Tierärztin A. Grieser.

Wenn das Ohr ganz furchtbar juckt

Copyright: Bundestierärztekammer e.V.

BTK Berlin | Viele Hundebesitzer kennen das: Frida schüttelt wie verrückt mit dem Kopf, kratzt sich die Seele aus dem Leib und stinkt wie eine alte Socke aus dem Ohr. Doch nicht ein Floh, der sich ins Ohr verirrt hat, ist hier üblicherweise der Übeltäter, sondern eine Entzündung des äußeren Gehörgangs, die der Hunde-Dame arg zu schaffen macht.

Denn besonders Rassen mit langen, hängenden Ohren wie Spaniel oder Pudel, deren dichtbehaarte, schwere Ohrmuscheln den Gehörgang „abdichten“, sind anfällig für die sogenannte Otitis externa (auch „Ohrzwang“). Die Ursachen einer Ohrentzündung sind dabei vielfältig: Die meisten Erkrankungen des äußeren Gehörgangs entstehen durch Pilze, Bakterien oder Parasiten wie Ohrmilben. Auch eine übermäßige Produktion von Ohrschmalz oder Fremdkörper wie Grannen, die ins Ohr gelangen, können zu einer Entzündung führen. „Manchmal ist auch eine Allergie oder eine Schilddrüsenunterfunktion Anlass für einen entzündeten Gehörgang. In jedem Fall sollte der Tierarzt konsultiert werden. Bei einer Mittelohrentzündung oder bei chronischen Entzündungen des äußeren Gehörgangs muss eventuell eine chirurgische Behandlung erfolgen. So lassen sich dauerhafte Schäden und Leiden verhindern, wenn konservative Maßnahmen nicht zum Erfolg führen“, erklärt Dr. Thomas Steidl, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Kleintiere der Bundestierärztekammer.

Wie schon beschrieben, äußert sich eine Ohrentzündung durch einen quälenden Juckreiz: betroffene Hunde schütteln auffällig mit dem Kopf, halten diesen schief oder reiben die Ohren über den Boden. Typisch ist auch der erwähnte unangenehme Geruch aus dem Ohr, der an Hefe oder ungewaschene Socken erinnert.
„Spätestens jetzt sollte der Gang zum Tierarzt nicht mehr aufgeschoben werden, der dann fachgerecht den Gehörgang bis zum Trommelfell inspiziert, gegebenenfalls einen Abstrich macht und so die Ursache ermittelt. Eine Tiefenreinigung des Ohres sollte unbedingt dem Fachmann überlassen werden, denn beispielsweise durch den Gebrauch von Wattestäbchen kann der Tierhalter hier viel falsch machen, im schlimmsten Fall sogar das Trommelfell zerstören“, warnt Steidl.
Ebenso sollten Hundehalter vorsichtig bei der Anwendung von Ohrreinigern aus dem Zoohandel oder beliebigen Hausmitteln sein. Steidl: „Ohne eindeutige Diagnose können sich durch die Anwendung solcher Mittel beim Tier die Beschwerden verschlimmern. Auch der unkontrollierte Einsatz von Antibiotika ohne Untersuchung eines Abstriches ist nicht zielführend und kann sogar dazu führen, dass die Entzündung des äußeren Gehörgangs chronisch und damit unheilbar wird.“

Vorbeugend rät der Tierarzt, Hunden, denen die Haare tief ins Ohr hinein wachsen, diese regelmäßig zu entfernen oder entfernen zu lassen. Auch ist es wichtig – und das gilt besonders für Pudel oder Spaniel – die Haare an den Behängen, insbesondere den Innenseiten der Ohrmuscheln, nicht zu lang wachsen zu lassen, damit mehr Luft ans Ohr kommt. Ist der Hund eine Wasserratte oder buddelt gerne, empfiehlt es sich, anschließend die Ohrmuschel – nicht den Gehörgang! – zu trocknen und mit einem um den Finger gewickelten dünnen Papiertuch vorsichtig auszuwischen, denn Wasser und Sand begünstigen die Vermehrung von Bakterien und Pilzen.

Die Reinigung des Gehörgangs – bei massiver Verschmutzung auch mittels spezieller Spül/Saug-Techniken in Narkose – sollte vom Tierarzt und nicht vom Besitzer vorgenommen werden!

Quelle: Bundestierärztekammer e.V.